Burnout läuft in drei Phasen ab, die unmerklich ineinander übergehen.

 

Phase 1: Aggression und Aktivität

Das Leitsymptom der ersten Phase ist der Ärger. Die Leitreaktion ist die Aggression. Wirklicher Leidensdruck in der ersten Phase ist selten. Meistens fällt sie den Betroffenen weniger auf als ihrer Umgebung. Da Burnout immer noch vor allem Menschen befällt, die sich gern für andere aufopfern und helfen, fällt natürlich besonders auf, wenn diese Hilfe plötzlich oft umschlägt in Aggressivität.

 

Phase 2: Flucht und Rückzug

Das Leitsymptom der zweiten Phase ist die Furcht (anfangs noch vor konkreten Dingen), die Leitreaktion ist die Flucht. Distanz zu anderen und zu sich Selbst schafft scheinbar Ruhe. Man hat das Gefühl, immer weniger Zeit zu haben, Mitmenschlichkeit und Empathie verringern sich.

 

Phase 3: Isolation und Passivität

Die Endphase ist geprägt durch enormen Leidensdruck oft verbunden mit Sucht, Hoffnungslosigkeit und Panikattacken. Die Selbstmordgefahr ist hoch, Depression wird offensichtlich.