Waschen oder putzen Sie sehr viel?

 

Kontrollieren Sie sehr viel?

 

Haben Sie quälende Gedanken, die Sie loswerden möchten?

 

Brauchen Sie für Alltagsarbeiten sehr lange?

 

Machen Sie sich Gedanken um Ordnung und Symmetrie?

 

 

Eine Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der es dem Betroffenen nicht gelingt, bestimmte, sich immer wieder aufdrängende Gedanken und Aktivitäten zu unterdrücken oder zu verdrängen.

 

Die Betroffenen sehen die Sinnlosigkeit ihres Denkens und Handelns ein, sie können sich jedoch nicht anders verhalten. Die Handlung steht in keiner realistischen Beziehung zu dem was sie bewirken oder verhindern soll, sie ist eindeutig übertrieben. Beim Versuch, den Zwängen Widerstand zu leisten und die Zwangshandlung zu unterlassen, kommt es zu erheblicher Anspannung und Angst.

 

 

Die Störungen beeinträchtigen den normalen Tagesablauf, die beruflichen Leistungen und die sozialen Kontakte. 

 

Zwangshandlungen

Unter Zwangshandlungen versteht man eine exzessive Wiederholung alltäglicher Verhaltensweisen, die nach bestimmten Regeln oder stereotyp ausgeführt werden. Beispiele für Zwangshandlungen sind: mehrfach hintereinander Hände waschen, öfter hintereinander kontrollieren ob die Türe verschlossen ist bzw. ein Gerät ausgeschaltet ist. Oder aber auch das Gefühl nicht aufhören zu können Dinge anzugreifen.

Zwangsgedanken und aggressive Zwangsgedanken

Unter Zwangsgedanken versteht man wiederkehrende, sich aufdrängende Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die als unangenehm oder auch unsinnig empfunden werden. Diese Gedanken können durchaus abstoßend, bedrohlich oder verwirrend für einen sein. Solche Ideen oder Gedanken können zum Beispiel sein: die Vorstellung sich zu beschmutzen oder zu infizieren, der Gedanke jemandem anderen Gewalt anzutun, oder der andauernde Gedanke es könnte etwas Schlimmes passieren.

Zwanghaftes Zweifeln

Ständige Beschäftigung mit Gedanken über eigene Handlungen und deren Folgen.

Zwanghafte Impulse

Subjektiver Drang bestimmte Handlungen auszuführen z.B. Fluchen der Kirche, jemanden schlagen oder verletzen.


Therapie

1-3% der Allgemeinbevölkerung erkrankt im Laufe des Lebens an einer Zwangsstörung. Charakteristisch ist ein schleichender Beginn um das 20. Lebensjahr. Betroffene versuchen lange Zeit ihre Symptome zu verbergen und begeben sich meist sehr spät in eine Behandlung. Chronische Verläufe sind daher sehr häufig.

Die Verhaltenstherapie ist die wirksamste Behandlungsform gegen Zwänge.

 

Jeder Behandlung geht eine genaue Diagnostik voraus. Diese erfordert unter anderem eine fundierte Analyse der Zwangsgedanken und Rituale. Dabei kommt es meist auch zum Einsatz von spezifischen psychologischen Fragebogen. Zudem wird ein individuelles Erklärungsmodell erstellt, welches Einsicht in die Entwicklung der Störung bietet. Dieses berücksichtigt prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren der Krankheit. Es finden biologische, soziale und psychische Einflussfaktoren gleichermaßen Beachtung.

 

Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Frage nach der Funktionalität des Zwanges zentral: Wozu dient der Zwang? Zwangsverhalten ist einer der häufigsten Bewältigungsversuche negativer Gefühlszustände. Ziel im Rahmen der Therapie ist es, das Zwangsverhalten abzulegen und alternative, gesunde Bewältigungsstrategien aufzubauen.

 

Die therapeutische Beziehung:

Aufbau einer vertrauensvollen wertschätzenden Beziehung zwischen Therapeut und Betroffenem

 

Psychoedukation:

Umfassende Vermittlung von krankheitsrelevanten Informationen.

 

Exposition mit Reaktionsmanagement (ERM) bei Zwangshandlungen:

Der Patient/Die Patientin wird mit einem angstauslösenden Stimulus (real oder in der Vorstellung) konfrontiert (Exposition) und darf seine/ihre Zwangsrituale nicht ausführen.

 

Exposition mit Reaktionsmanagement (ERM) bei Zwangsgedanken:

Dabei wird der schlimmste Zwangsgedanke möglichst genau beschrieben. Durch wiederholtes Vorlesen oder Anhören auch zu Hause, gewöhnt sich der/die PatientIn an die Geschichte und sie verliert ihre Bedrohlichkeit

 

Indirekte Symptomtherapie:

 

Folgende Interventionen können (indirekt) zur Verbesserung der Symptomatik beitragen:

 

• Gibt es Traumata die noch nicht verarbeitet sind?

• Aufbau funktionalerer Bewältigungsstrategien

• Wie sieht es mit ihrem Perfektionismus aus?

• Reduzierung der Angst vor Kontrollverlust

• Bestehende sozialer Defizite und Selbstwertprobleme

• Besserer Umgang/Wahrnehmung von Emotionen

• Verbesserung der Problemlösestrategien

 

• Verhaltensänderungen

Medikamente

Je nach Art und Schwere der Zwänge kommt zusätzlich eine Therapie mit Medikamenten in Frage. Wirksam sind die sogenannten Serotonin Wiederaufnahmehemmer. Betroffenen helfen sie, Abstand zu den Zwängen zu bekommen, die innere Anspannung zu senken und die Stimmung zu verbessern.

Kontakt

Alexandra Hönig

 

Komzakgasse 1

2500 Baden bei Wien

 

Hauptstraße 22A/4

7000 Eisenstadt Zentrum


Telefon: 0664/2300718
Email: info@therapiebaden.at

 

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